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"Das glaube ich erst, wenn ich es sehe." Hören wir uns oft sagen. Denn, was wir sehen, ist von so großer Überzeugungskraft, dass wir es als unumstößlich ansehen. Dabei vergessen wir, dass das gesehene eben kein identisches Abbild der Natur ist. Denn so sehr wir uns auch wünschen, das Gesehene als absolute Realität anzuerkennen, bleibt das Gesehene lediglich eine von uns subjektiv empfundene Realität.

Wie wir die Szene, die sich vor unseren Augen abspielt, erfahren, steht in direkter Abhängigkeit zu dem, was wir bereits an Vorwissen mit einbringen. Kurz gesagt, was wir sehen ist abhängig von dem, was wir wissen. Und das von uns als eindeutig anerkannte Bild ist schließlich nur Ergebnis einer Interpretation des vorhandenen.

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