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Gestalt-Erkennungs-Gesetze

Um einen Internetauftritt unter Berücksichtigung des im vorangegangenen Abschnitt erörterten Wahrnehmungsablaufes zu optimieren, kann man bei der Gestaltung auf Erkenntnisse aus empirischen Versuchen der Gestaltpsychologie zurückgreifen. Solche nach den Gestalterkennungsgesetzen optimierte Seiten ermöglichen eine schnellere und bessere Informationsübermittlung. Die Fähigkeit, bestimmte Teilreize zu einer Gruppe zusammenfassenzu können und daraus eine Globalgestalt zu bilden, unterliegt bestimmten Gesetzmäßigkeiten. So gruppieren wir nach Nähe, Stetigkeit, Ähnlichkeit in Farbe, Form und Größe. Wobei bei einer Gestaltung die einzelnen Gesetzmäßigkeiten sicherlich nicht gertrennt zu betrachten sind. Sie werden vernetzt auftreten, sich gegenseitig unterstützen und sich so im Zusammenspiel unterstützen. Die folgende Aufzählung, soll einen Überblickgeben und sie im einzelnen erläutern.

Einfachheit

Gesetz der Einfachheit

Das Gesetz der Einfachheit (auch Prägnanz oder gute Gestalt) sagt aus, daß wir in der Absicht, eine geschlossene Gestalt zu erhalten, abgebrochene oder unterbrochene Strukturen fortsetzen, um sie zu verbinden. Wie es hier im Kanisza-Dreieck der Fall ist. Wir erkennen in der Figur ein weißes Dreieck, welches über dem schwarzen Quadrat liegt. Die Gestaltpsychologie geht davon aus, daß für die bildliche Szene eine möglichst einfache Interpretation gesucht wird. Einfach im Sinne von einfach mit wenigen Worten zu beschreiben, ein Versuch das alles möglichst als geschlossene Gestalt zu erfassen.

Nähe

Gesetz der Nähe

Das Gesetz der Nähe sagt aus, daß benachbarte Elemente leichter eine Konfiguration bilden, als entfernte. Die Figur in der Abbildung wird als Zeilen von Kreisen und Quadraten wahrgenommen. Das Gesetz der Nähe ist in diesem Fall stärker, als das Gesetz der Gleichartigkeit.

Gleichartigkeit

Gesetz der Gleichartigkeit

Das Gesetz der Gleichartigkeit sagt aus, daß gleichartige Elemente eher zueinander finden, als ungleichartige. Wie in diesem Beispiel durch Kontrast und Farbe die roten Elemente schnell zueinander finden und eine Gruppe bilden. Die restlichen Kreise werden zu einer anderen Gruppe zusammen geführt.

Linienfortsetzung

Gestaltgerechte Linienfortsetzung

Das Gesetz der fortgesetzten durchgehenden Linie sagt aus, dass Linien so wahrgenommen werden als folgten sie dem einfachstem Weg.

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